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Abenteuer Transsibirische Eisenbahn |
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| Das
Vorhaben
Nachdem im April 2003 die Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn zum Baikalsee aufgrund des Visums nicht geklappt hatte, setzte ich ab Juli 2003 alles daran, die Tour bis zum April 2004 formell in die Wege zu leiten, was über eine russische Agentur einwandfrei funktionierte. Und ich wollte sie auf eigene Faust und ganz alleine machen. Dafür trainierte ich und hielt ich es zur Abhärtung auch durch, den ganzen Winter nur in einem T-Shirt bekleidet herumzulaufen. Andere Leute schüttelten nur ungläubig den Kopf und ich musste mir in dieser Vorbereitungszeit auch ständig an- hören "Wie kann man nur nach Russland gehen", " und dann noch ganz alleine", " Da kommst du nie mehr lebend zurück" oder " Da bringen mich keine zehn Pferde hin ", "Vladivostok ist ja am Ende der Welt". Letztendlich ließ ich mich aber nicht davon abbringen. Zu lange hatte ich mich auch innerlich darauf vorbereitet. Und an der Universität Mannheim hatte ich das Prinzip, wenn ich etwas vor hatte, dann musste ich es zu Ende bringen. Eine weitere Grundlage war auch der Russisch-Kurs an der Volkshochschule bei Frau Evelyn Yurk, den ich bereits seit zwei Jahren besuchte und ohne diesen die Tour in dieser Form nicht möglich gewesen wäre. Also ging es dann am 16. April mit dem Zug zum Frankfurter Flug- hafen und in den "wilden Osten". Ankunft in Vladivostok am japanischen Meer Mit einer sehr modernen russischen Maschine flog ich dann um Mitternacht von Frankfurt nach Moskau. Anschließend kämpfte ich mich mit dem Bus zu Scheremetjevo I, dem Flughafen für Inlandsflüge und dann startete ein Airbus in Richtung Vladivostok. Bis dort hin musste ich mehrere Kontrollen meines Reisepasses über mich ergehen lassen und auch den Rucksack einige Male öffnen oder auspacken. Offensichtlich hatte ich die Aufmerksamkeit der Grenzbe- amten mit meinem kleinen Rucksack geweckt und war im höchsten Grade "verdächtig". Am Flughafen in Vladivostok wurde ich dann - wie immer - sofort von einer ganzen Menge Leute angesprochen " Taxi Mister", "Fifty Dollar", "Geld wechseln". "Change". Einer wollte mir sogar weismachen, dass kein Bus nach Vladivostok fahren würde und mir einen Sonderpreis von 1000 Rubel anbieten. Anderen dunklen Gestalten ging ich aus dem Weg, ließ mich von alle dem nicht beeindrucken und kämpfte mich zu einer kleinen Hütte vor, in der ich dann schließlich eine Fahrkarte zum Bahnhof Vladivostok für 40 Rubel bekam. Während ich dort wartete, hatte es wieder ein anderer auf mich abgesehen und einen ganz raffinierten Trick auf Lager. Er täuschte vor, in einer Plastikhülle ungefähr 2000 Dollar unter einer Bank gefunden zu haben und wollte mit mir - nachdem ich den Inhalt mehr- mals ansehen musste - unbedingt teilen. Ich ließ mich aber nicht darauf ein, sodass er dann auf eine andere Masche überschwenkte und mich fragte, "Ob ich Dollar oder Euro in Rubel umtauschen wolle, es sei ein ganz günstiger Kurs". Dieses Angebot lehnte ich abermals ab, sodass er als nächstes wissen wollte, "ob ich denn schöne Frauen möge". Ich bedankte mich wieder - denn ich wusste nicht, ob ich einen Agenten vom Geheimdienst vor mir hatte, ging zum Bus und war froh, als ich in Richtung Vladivostok unterwegs war. Diese Fahrt vom Flughafen bis zum Bahnhof dauerte mit dem "after the LIne" Bus ungefähr eine Stunde. Dort musste ich mich dann zunächst auf eine neue Zeit einstellen und darauf, dass die Züge alle nach Moskauer Zeit abfuhren. Auch die Fahrpläne - die eine Wissenschaft für sich waren - richten sich nach der russischen Metropole. Hier war Ich sie- ben Stunden bezogen auf Moskau und neun Stunden bezo- gen auf Frankfurt voraus. |
Berichte: Das Vorhaben Ankunft in Vladivostok |
Bahnhof in Vladivostok |
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Zug in Vladivostok |
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