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Mit dem "Canadian" quer durch Kanada alleine, auf eigene Faust und nur mit geringem Gepäck
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Winnipeg - Stadt nahe am geographischen Mittelpunkt Nordamerikas Von Jasper nach Winnipeg Eigentlich hatte ich mir vorgestellt, mit Winnipeg eine vorwie- gen von Indianern besiedelte Kleinstadt ausgesucht zu haben. Aber dann wurde mir während der Fahrt mit dem "Canadian" immer mehr bewusst, dass es sich hier ebenfalls um eine große kanadische Stadt handelte. Sie ist ziemlich großzügig gebaut und mit Vancouver und Toronto nicht vergleichbar. Diese Stadt im Bundesstaat Manitoba ist lange nicht so be- sucht wie die anderen Städte. Bei meinen Vorbereitungen hier in Deutschland gab es nicht einmal einen Stadtplan. Da war ich einfach mal gespannt, was da auf mich zu kommen würde. Nachdem sowieso vor hatte, die Stadt zu Fuß zu er- kunden, ließ ich mich überraschen. Von den Rocky Mountains fährt der Zug durch eine weitläufige Prärienlandschaft mit ei- ner Vielzahl von Farmen und unendlichen Herden. Während man den Zug auf der Fahrt durch die Rocky Mountains von Vancouver nach Jasper nur ab und zu hupen hörte, war dies in Richtung Winnipeg gang und gebe. Das Hupen vor jedem kleinen kreuzenden Feldweg und Straße, wo vielleicht alle Stunden einmal ein Auto kommt war sowohl am Tage, als auch in der Nacht zu hören. Dann erreichte der Zug die Union Station in Winnipeg. Quer durch Winnipeg Die indianische Metropole Winnipeg, eine der kältesten Städte der Welt lag in der Abenddämmerung, als der Zug mit ungefähr zwei Stunden eintraf. Sie liegt im Über- schwemmungsgebiet am Zusammenfluss des Red River und Assiniboine River in der Nähe des geographischen Zentrums Nordamerikas. In fünf Monate des Jahres liegt die Durchschnittstemperatur unterhalb des Gefrierpunk- tes. Die Atmosphäre beeindruckte mich Gleich machte ich mich auf den Weg, die Stadt zu erkunden, ging ent- lang der Broadway Avenue in Richtung Downtown. Im- mer wieder sah ich Manitobas, die Mehrzahl der Stadt- einwohner. Ich wollte einfach mit einem einmal ins Ge- spräch kommen. Also lehnte ich mich mit einem kleinen Zettel an eine Mauer und schaute die vorbei gehenden Manitobas erwartungsvoll an. Und tatsächlich wollte mir einer helfen. Es war ein sehr interessantes Gespräch. In Downtown waren keine so hohen Wolkenkratzer wie in Vancouver. Es eine belebte Innenstadt mit einigen Kirchen und vielen Geschäften. Ich ging langsam durch die Stadt und genoss die Umgebung. Am nächsten Mor- gen war es in der Stadt eisig kalt. Ich kam mir fast vor wie in Ostsibirien. Auf jeden Fall zog ich meine Jacke an. Quer durch belebte Straßen mit vielen Einkaufsge- schäften ging ich in Richtung Chinatown. Dann sah ich auch schon den Eingang. Es war noch einigermaßen früh am Morgen und so hatten verschieden Geschäfte noch geschlossen. Überall waren Plakate aufgehängt, die dokumentierten, dass das diesjährige Jahr das „Jahr der Ratte“ ist. Die teils noch geschlossenen Ge- schäfte mit ihren typisch chinesischen Bauten wirkten so ohne Menschen irgendwie gespenstisch auf mich. Ab und zu sah ich Jugendliche über die Straße huschen. Ich wusste nicht, ob sie dies für sich machten, oder ob sie mich beobachteten und es auf mich abgesehen hat- ten. Auf jeden Fall wurde ich aufmerksam und ging kon- zentriert weiter. Ich erreichte entlang des "Red Rivers" "The Forks" und hielt mich stundenlang am Ufer des Flusses auf und träumte vor mich hin. Über die "Espla- nade Riel" kam ich dann in den anderen Teil der Stadt. |
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"Red River" |