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Mit dem "Canadian" quer durch Kanada alleine, auf eigene Faust und nur mit geringem Gepäck
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In der Wildnis der Rocky Mountains Hier In den Rocky Mountains hatte ich mir vor genommen, so weit wie möglich in die Berge und in die Wälder zu gehen. Ein- fach wieder weg von dem Großstadtdschungel. Zuerst wollte ich in den Süden in Richtung der Flüsse laufen. Gleich am frühen Morgen ging ich los. Und schon kam mir ein anderer "Outdoorer" entgegen. Er musste irgendwo am Fluss über- nachtet haben. Das wäre es gewesen, wenn ich meinen Schlaf- sack mitgenommen hätte. Aber nur mit Rucksack konnte ich mein Survival-Kit nicht mitnehmen. Nachdem mir die Kana- dier bei der Kontrolle eine Rasierklinge abgenommen hatten, wäre ich dieses sicherlich los gewesen. Nicht weit vom Fluss traf ich auf eine Gruppe von Wapitis. Wahrscheinlich haben sie mich gesehen. Als ich näher kam, flüchteten sie in den Wald. Ich überquerte einen Highway. Weit und breit waren keine Autos zu sehen. Man konnte hier wahrscheinlich kilo- meterweit und stundenlang auf dem dem Highway entlang laufen, ohne dass irgend ein Auto vorbei kommen würde. Dann ging ich in die Wälder. Niemand weit und breit. Ab und zu sah ich Rehe und Gruppen von Wapitis. An einem Fluss setzte ich mich an den Rand auf eine Baumwurzel, schaute den Fischen zu, genoss den frühen Morgen und die Ruhe. Das Rauschen des Flusses nahm mich gefangen. Die Land- schaft war wunderschön. Wolken und Sonne wechselten sich ab. Dann ging ich weiter in den Süden. Der Wald wurde im- mer dichter und vielleicht traf ich auf einen Bär. Es war herr- lich, durch die Wälder zu laufen. Einen Bär sah ich allerdings nicht, obwohl ich keine Bärenglocke dabei hatte. Dann kam ich an einen See, der traumhaft lag. Im HIntergrund die schneebedeckten Berge und vorne der tiefblaue See. Das Wetter war sehr unterschiedlich. Sobald die Sonne schien, wurde es warm. Verschwand sie hinter den Wolken, kühlte es ab und mir wurde wieder bewusst, dass ich hier in den Rocky Mountains war. Aber mir machte dies nichts aus. Die nächsten Tag ging ich in den Norden und dort in die Berge. Totale Ruhe, nur Wälder um mich herum. Ab und zu überfiel mich ein mulmiges Gefühl. So ganz alleine mitten in den kanadischen Wäldern. Wenn jetzt ein Bär kommt. Ich ging weiter. Der Wald wurde immer dichter und der Weg immer enger. Ab und zu schaute ich auf meinen Kompass, um die Richtung zu bestimmen. Aber als Orientierung hatte ich mir einen Berg ausgesucht. Ich lief gedankenverloren durch die Wälder. Der Weg machte eine Kurve. Auf einmal hörte ich es rascheln. Mir blieb fast das Herz stehen. Wenn jetzt ein Bär um die Kurve kommt. Ich hatte absichtlich keine Bärenglocke mitgenommen, um einen zu treffen. Jetzt be- dauerte ich es schon fast. Aber auf der anderen Seite wurde ich aber auch neugierig, blieb zunächst stehen, lief aber dann ganz aufmerksam langsam weiter und beobachtete das Ende der Kurve. Jetzt kam das Geräusch näher. Die Spannung stieg. Mir stockte der Atem. Und auf einmal kam eine "Outdoorerin" mit Rucksack um die Ecke. Sie hatte eine Vielzahl von Bärenglocken um den Hals hängen und war ganz schön mutig. Hier absolut alleine durch die Wälder zu laufen. Ich glaube, sie war auch froh, einen Wanderer zu treffen. Nach Stunden der Einsamkeit war es auch schön, sich wieder mit jemandem unterhalten zu können. Es stellte sich heraus, dass sie aus England kam und auch hier in Jasper unterwegs war. Ihr Zug fuhr bereits morgen weiter. Dann setzte ich meinen Weg fort und es war nur noch reine Wildnis um mich herum. Dann kam ich an einen See. Dort setzte ich mich an das Ufer und betrachtete die traumhafte Landschaft. In der Ferne sah ich wieder eine kleine Gruppe von Wapitis. Am Abend in der Dämmerung war ich dann froh, wieder die ersten Häuser zu sehen.
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Berichte In der Wildnis der Rocky Mountains Die Millionenmetropole Toronto
Highway Gruppe von Wapitis Inmitten den kanadischen Wäldern
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